Montag, 7. August 2017

Rezension | Der Fährmann von Christopher Golden

Der Fährmann von Christopher Golden | Buchheim Verlag | Gebundenes Buch | Horror | 372 Seiten | Preis 23,95 Euro | ISBN: 978-3946330011 | Erscheinungsdatum 20.03.17 | Illustriert von John Howe

Die Ebenen der Realität verschieben sich, als ein uralter Mythos auf furchtbare Weise lebendig wird.
David und Janine, die nach einem quälenden Verlust wieder zueinander finden, müssen sich den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen und den brüchig gewordenen Glauben an sich und ihre Welt wiederfinden.

Das Cover gefällt mir sehr gut, man sieht den Fährmann auf dem See. Zusammen mit dem Totenkopf im Himmel und der grünen Lampe wirkt das ganze sehr gruselig und macht damit die perfekte Stimmung für dieses Buch.

Janine hat mir von Anfang an sehr leid getan, sie ist eine starke Frau, aber sie hat so unfassbar viel mitgemacht. Zu Anfang des Buches verliert sie ihr kleines Baby, das noch bei ihr im Bauch war und stirbt fast selbst daran. Jedoch weigert sie sich mit dem Fährmann mitzukommen und schmeißt die 3 Münzen zur Überfahrt in den Styx. Was darauf hin passiert ist wirklich gruselig, sie bringt nämlich nicht nur den Fährmann mit in diese Welt, sie holt auch andere Kreaturen mit hierher. 
Natürlich denkt sie, das sie nun komplett verrückt ist und schweigt darüber. Dennoch zerfressen sie ihre Gedanken und die Albträume.
Ich konnte Janine sehr gut verstehen, den Schmerz den sie hatte kenne ich zum Glück nicht, doch ich habe mich sehr verbunden mit ihr gefühlt, weswegen ich das Buch auch nicht aus der Hand legen konnte. Ihre Art mit gewissen Dingen umzugehen fand ich realistisch.

David ist der Exfreund von Janine, der ihr jedoch sofort zur Seite steht, als er die schlimme Nachricht hört. Ich mochte ihn sehr gerne, denn er war trotzdem für sie da, obwohl sie mit einem anderen ein Kind wollte. Er ist ein mutiger Mensch, der dem Bösen im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge blickt und damit genau die richtige Komponente von Janine.

Der Schreibstil war durchweg Spannend, es gab eigentlich kein Kapitel, bei dem ich mich nur ansatzweiße gelangweilt habe. Es folgen ständig neue Erkenntnisse, neues Grauen und neue Gegner, die das Buch zu einer guten Halloween-Lektrüe machen würden. 
Leider habe ich das Buch nur als Ebook vom Verlag bekommen, sonst könnte ich hier noch etwas über die Illustrationen sagen, jedoch fehlen diese im Ebook. Ich denke das ganze macht das Buch aber noch Hochwertiger und schöner, was den Preis eventuell gerechtfertigt. Auf der Verlagsseite könnt ihr eine Illustration im Buch bewundern.

Christopher Golden ist in Massachusetts aufgewachsen, wo er noch heute mit seiner Familie lebt. 
Seine kreative Kraft drückt sich in vielen Formen aus, von TV-Scripts über Serien und Comics bis hin zum klassischen Horror-Roman, wie er hier vorliegt.
Mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, finden sich Goldens Titel immer wieder auf der Bestsellerliste der New York Times. Seine Horror- und Dark Fantasy-Romane wurden weltweit in vierzehn Sprachen übersetzt und erreichen eine Gesamtauflage von über 8 Millionen gedruckten Exemplaren.


Schreibstil 5/5
Charaktere 4/5
Spannung 5/5
Ende 4/5
Cover 5/5

Ein tolles Buch, das mit mitgerissen hat und das ich nur schwer aus der Hand legen konnte.

4 von 5 Chibis












1 Kommentar:

  1. Hallo Sally,

    das Hardcover ist schon sehr besonders. Allein der Buchschnitt und eben die Zeichnungen geben dem Buch ein gewisses Etwas. Es ist sehr schön aufgemacht.

    Die Story selbst mochte ich aber auch - die haben wir ähnlich empfunden.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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