Sonntag, 5. November 2017

Rezension | We could be Heroes von Laura Kuhn

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We could be Heroes von Laura Kuhn | Im.press Verlag | Ebook | Jugendbuch | 256 Seiten | Preis 3,99 Euro | ISBN: 978-3-646-60320-0 | Erscheinungsdatum 24. März 2017 | Ab 14 Jahren

Der Umzug aufs Land kommt für Lou gerade recht. Denn seit sie ihre beste Freundin geküsst hat und von ihr zurückgewiesen wurde, weiß Lou nicht mehr, was los ist. Doch dann trifft sie in ihrer neuen Schule die schöne und geheimnisvolle Elia und es ist, als hätte ein Blitz in ihrem Leben eingeschlagen. Lou fällt es nicht leicht, mit ihren Gefühlen umzugehen, doch sie will zu ihnen stehen – egal, was passiert.
Vom Cover her sieht das Buch eher nach einer Sommergeschichte aus, dennoch habe ich mich erst jetzt für das Buch entschieden, da das Thema doch nicht ganz so locker leicht für den Sommer passt.
Ich finde das Cover aber wirklich wunderschön gemacht, ich mag die Farben und das Mädchen das im Kornfeld steht passt einfach super.

Lou bzw Luna lernen wir als normales Mädchen kennen, die zusammen mit ihrer besten Freundin viel Erlebt. Ich fand es ehrlich gesagt etwas schade, das so ein kurzer und schöner Name mit "Lou" abgekürzt wurde, aber dies ändert nichts an der Geschichte an sich.
Sie geht zwar nicht gerne auf Partys, doch wird sie von ihrer besten Freundin immer mitgezogen. Da sie auch in Natalie verliebt ist, fügt sie sich und hofft lange Zeit, ihr dadurch näher zu kommen. Als sie Natalie jedoch küsst und von ihr weggeschubst wird, ändert sich für Lou alles.
Plötzlich ist es für sie kein Problem mehr, zusammen mit ihrem Vater und ihrem Bruder Tom wegzuziehen. Dieser hat nämlich einen alten Bauernhof gekauft, was schon immer sein Traum war.

Kurz darauf befinden sie sich 200 km entfernt auf dem Land wieder. Zum Gück findet Lou schnell Anschluss und auch ihr allseits beliebter Bruder kommt gut mit den anderen in der Schule zurecht.

Was mir sehr gut gefallen hat, war das Lou und ihr Bruder ein super Team sind. Sie können sich immer beim anderen ausheulen, wenn sie jemanden zum reden brauchen ist der andere immer da. Ich finde sowas kommt in Büchern viel zu selten vor und war eine schöne abwechslung. 
Was ich jedoch etwas schade fand ist, das ihr Vater ständig abwesend war und sich gefühlt garnicht um seine Kinder gekümmert hat. Da die Mutter bereits tot ist und er der einzige Erwachsene im Haus ist, fand ich das schon etwas befremdlich. Man hat gemerkt das Lou sich nie an ihn wenden konnte und ihr Gefühlsleben lieber für sich ausgemacht hat, anstatt mit ihrem Vater zu reden.

Die Sicht im Buch war aus dem Kopf von Lou, so konnte man das Gefühlschaos live miterleben und ihre Gedanken lesen. Manchmal fand ich ihre Handlungen etwas zu vorhersehbar, andererseites gab es Szenen in denen sie mir doch recht spontan vorkam (z.B. als sie sich für eine neue Frisur entscheidet). Allgemein wird ihr erst sehr spät bewusst, das ihre Gefühle etwas ganz normales ist und sie von anderen nicht verstoßen wird, nur weil sie lesbisch ist, das fand ich etwas schade.

Sonst war es aber ein sehr schönes Buch und eine tolle Geschichte, bei der man die Sicht eines Teenagers gut rübergebracht bekommen hat.

Laura Kuhn, geb. 1996 in der Schweiz, hat diese nach dem Abitur verlassen, um Buchhändlerin zu werden. Wie es danach weitergeht, ist offen, im Zentrum steht aber das Ziel, viel auszuprobieren und nie bereuen zu müssen, etwas nicht getan zu haben. Ihr Debütroman »We could be Heroes« belegte den ersten Platz im Schreibwettbewerb von tolino media und Carlsen Impress.
Schreibstil 4/5
Charaktere 4/5
Spannung 2/5
Ende 4/5
Cover 5/5

Ein Jugenbuch, mit einem etwas ernsteren und meiner Meinung nach, auch wichtigem Thema. Mir hat es gut gefallen

4 von 5 Chibis


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