Sonntag, 5. November 2017

Rezension | Geheimnis in rot von Mavis Doriel Hay

Werbung, durch verlinkung des Verlages
Geheimnis in rot von Mavis Doriel Hay | Klett Cotta Verlag | Hardcover | Krimi | 300 Seiten | Preis 15,00 Euro | ISBN: 978-3-608-96189-8 | Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2017 | Übersetzt von Barbara Heller

Tante Mildred hat es schon immer geahnt: Die Verwandtschaft an Weihnachten zu versammeln ist keine gute Idee. Als der Familienpatriarch mit einer Kugel im Kopf gefunden wird, entbrennt an der festlichen Tafel ein Streit um sein Erbe. Dieser neuentdeckte Klassiker von Mavis Doriel Hay ist ein Muss für alle Krimifans und perfekt geeignet, von den eigenen Familiendramen an Weihnachten abzulenken. 

Bereits vor einem Jahr habe ich "Geheimnis in weiß" gelesen und war großer Fan, dieser alten Krimigeschichte. Umso mehr habe ich mich auf dieses Buch gefreut, denn im allgemeinen hat es die gleiche Aufmachung wie das andere Buch. Es ist in Leinen gebunden, was das Buch sehr hochwertig wirken lässt, außerdem ist das Format etwas kleiner als ein normales Taschenbuch. 

Das Cover sieht auch wieder wunderschön aus. Man sieht das Anwesen Flaxmere in einer Weihnachtlichen Umgebung und von links kommend einen Weihnachtsmann mit Pistole. Ich glaube besser hätte man das Cover nicht treffen können.

Das Familienoberhaupt Sir Osmond läd die Familie zum Weihnachtsfest auf sein Anwesen ein, doch dieses wird nicht gut ausgehen, denn Sir Osmond wird noch während des Festes tot in seinem Arbeitszimmer aufgefunden.
Sofern ich mich nicht verzählt habe befinden sich 16 Familienmitglieder, ein paar nähere Bekannte der Familie und natürlich die Dienstboten im Haus, als der Mord geschieht.

Dann gehen auch schon die Polizeiarbeiten los, die Hauptbestandteil des Buches sind. Ich muss ja zugeben, eigentlich mag ich Krimis gerade wegen dieser langweiligen Ermittlungen nicht sonderlich. Aber die Atmosphäre und das Historische Setting haben es mir wirklich spannend gemacht und ich hatte Freude daran, das ganze zu lesen.

Das einzige was mir wirklich etwas zu schaffen gemacht hatte, waren die vielen Personen. Hier habe ich zwar zu Anfang des Buches ein Namensverzeichnis gemacht (was ich wirklich bei jedem Buch mache, da ich oft 4-8 Bücher gleichzeitig lese, und sonst durcheinander kommen würde), trotzdem musste ich manchmal doch nachschauen wer denn nochmal wer war. 

Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln geschrieben, was ich wirklich super finde. Gerade bei Krimis und Thrillern finde ich es besonders spannend, da jeder einen anderen Menschen verdächtigt und sich selbst im Reinen sieht. 

Alles in Allem war es wieder eine tolle Kriminalgeschichte zu Weihnachten, die einfach Zeitlos ist.

Mavis Doriel Hay, (1894-1979), verbrachte die meiste Zeit ihres Lebens in London und bereicherte das Goldene Zeitalter der britischen Krimiliteratur mit drei Romanen. Sie studierte zur selben Zeit in Oxford wie Dorothy L. Sayers. Aus allem anderen hat sie ein Geheimnis gemacht.

Schreibstil 5/5
Charaktere 4/5
Spannung 5/5
Ende 5/5
Cover 5/5

Wie man bereits sieht, konnte mich das Buch gut überzeugen. Ich habe eine kleine Reise in die Vergangenheit unternommen und sie war interessant und spannend. Für Krimifans ein absolutes muss.







1 Kommentar:

  1. Guten Morgen!

    Ich lese das Buch gerade und bin sozusagen auf den letzten Seiten :) Ich find es richtig toll und bin gespannt auf die Auflösung!
    Die vielen Personen sind wirklich etwas verwirrend, aber noch komme ich ganz gut mit.

    Liebste Grüße, Aleshanee

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