Montag, 4. September 2017

Rezension | Zoé und Adil in Love von Susanne Rocholl

Zoé und Adil in Love von Susanne Rocholl | Größenwahn Verlag | Taschenbuch | Jugendbuch | 310 Seiten | Preis 16,90 Euro | ISBN: 978-3957711762 | Erscheinungsdatum: 03.08.17

Ein großer Umbruch im Leben der 16-jährigen Zoé: Sie muss mit Ihre Mutter aus Berlin an den Niederrhein umziehen. Neue Stadt, neue Schule, neue Freunde. Der 17-jährige Adil sieht zwar gut aus, doch er ist ein Flüchtling aus Syrien und dazu noch Moslem. Zoé ist zwar offen gegenüber fremden Kulturen, aber ein muslimischer Freund käme für sie überhaupt nicht in Frage. Erst nach und nach lässt sie sich auf die Geschichten von Adil's Flucht ein. Das bislang politisch uninteressierte Mädchen saugt die neuen Informationen wie ein Schwamm auf und erkennt erst spät, dass sie sich in Adil verliebt hat. Doch sie ist hin- und hergerissen zwischen ihrer aufkeimenden Liebe und dem Geheimnis, das sie mit sich trägt: Sie fühlt sich aufgrund eines Narbengewebes an Brust und Dekolleté entstellt. Somit blockt sie Annäherungsversuche ab, aus Angstwegen ihrer Narben abgewiesen zu werden. Erst als die Flüchtlingsproblematik ihr Engagement verlangt, muss sie sich entscheiden.


Hätte ich dieses Buch im Buchhandel gesehen, hätte ich es wohl nicht angeschaut. Ich muss zugeben, das Cover spricht mich überhaupt nicht an. Es hat etwas von einem Kinderbuch, das leider garnicht zum Thema passt.

Zoé ist ein typischer Teenager, doch leider findet sie sich unglaublich hässlich. Das liegt daran, das ihr Körper Narben eines Unfalls besitzt, die sie noch in den Wahnsinn treiben. Was mir sofort bei ihr aufgefallen ist, ist ihr toller Charakter. Sie hat Mut ihre Meinung zu sagen und obwohl sie manchmal mehr oder weniger kleine Trotzphasen hat, ist sie sehr authentisch gewesen. Ich mochte ihre Sicht auf die Welt und ihre Grundstimmung zum Thema Migranten und Flüchtlinge in Deutschland.

Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen. Man kommt schnell in die Story rein und bekommt sofort einen Bezug zur Protagonistin. Auch das Thema finde ich interessant und wichtig. Ich finde es schade, das es so wenige Jugendbücher mit dem Thema Flüchtlinge gibt. Bei diesem Buch konnte selbst ich noch einiges lernen und bin der Meinung das es eine super Schullektüre wäre. 
Ich bin sehr gespannt, ob es hier einen zweiten Teil geben wird und wie es dann weitergeht mit Zoé und Adil.

Susanne Rocholl wurde 1962 in Münster geboren. Nach dem Studium der Neueren Fremdsprachen arbeitete sie als Personal-beraterin und wechselte später in die Hotelbranche. Ihre Liebe zum Schreiben fand Ausdruck in Kurzge-schichten, die in Anthologien und Printmedien veröffentlicht wurden. Susanne Rocholl schreibt für mehr Toleranz zwischen den Völkern. Ihr Anliegen ist es, die Augen zu öffnen für faszinierende Menschen unter-schiedlicher Religionen und Traditionen. Zoé und Adil in Love ist ihr zweiter Roman. 2013 erschien ihr Debütroman Die Früchte am Ende des Zweiges in der Edition Contra-Bass.


Cover 1/5
Charaktere 5/5
Schreibstil 5/5
Spannung 3/5
Ende 5/5

Ein Buch mit einem sehr wichtigen und aktuellen Thema, ich fand es klasse

5 von 5 Chibis









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