Sonntag, 10. September 2017

Rezension | Cinderella von Michael Bijnens

Beitrag enthält bezahlte Promotion
Cinderella von Michael Bijnens | Atrium Verlag | Hardcover | Roman | 448 Seiten | Preis 25,00 Euro | ISBN: 978-3855350216 | Erscheinungsdatum: 08.09.2017

Ein Sohn, eine Mutter, eine unfassbare Geschichte: Die Mutter arbeitet in Antwerpen in einem Haus, vor dem sich zwei Straßen kreuzen: die Paradiesstraße und der Friedhofsweg. Das Haus hat einen Namen: Es heißt Cinderella. Die Mutter arbeitet dort als Prostituierte, während ihr trauriger und wütender Sohn alles daransetzt, sie aus diesem Milieu herauszuholen. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, denn die Mutter weigert sich beharrlich, einer anderen Arbeit nachzugehen. Schließlich setzt der Sohn alles auf eine Karte: Er kauft Cinderella, um ab sofort an der Kreuzung zwischen Paradiesstraße und Friedhofsweg die Geschicke seiner Mutter selbst in die Hand zu nehmen.

Ich finde das Cover sieht richtig cool aus, durch das Fenster mit dem roten Licht, weiß der Leser direkt schon ein bisschen um was es in diesem Buch gehen soll. Allgemein ist das Cover etwas düster gehalten und es hat irgendwie einen Charme der mich anspricht.

Iris ist die Mutter mit der unglaublichen Geschichte von Prostitution und Leid. Wobei, wenn es nach ihr geht ist es gar kein Leid, was ihr widerfahren ist. Sie lebt ein wenig in ihrer eigenen Welt und lässt andere Personen an ihren Gefühlen nicht wirklich teilhaben, weswegen sie mir etwas unsympathisch war. Auch ihr allgemeines Verhalten ihrer Familie gegenüber finde ich doch etwas zu krass, sie schämt sich vor nichts und erzählt jede Einzelheit ihres Sexlebens vor ihrem Sohn. Ich persönlich fand es etwas zu viel des guten.

Michael hingegen war für mich schwer einzuschätzen. Er hat eine Persönlichkeit, die ich einfach nicht richtig greifen konnte. Er war verkommen, aber auch gerissen, er will viel Wissen um sein Buch zu veröffentlichen und hinterfragt sehr viel. Jedoch war er mir eher distanziert vorgekommen. Ich fand es sehr schade, denn ich hätte mir jemanden gewünscht, der sich mehr um seine Familie sorgt bzw um seine Mutter und noch etwas mehr Vernunft mitbringt. Er ist auch der Autor dieses Buches, denn dies ist seine Lebensgeschichte. 

Ich bin sehr schwer in dieses Buch reingekommen, der Schreibstil war für mich sehr verwirrend. Nicht nur das Verhalten der Protagonisten sondern auch die Aussprache haben mich doch etwas gestört. Es geht eben sehr viel um Sex, Drogen und es gibt es viele Kraftausdrücke, die im Buch vorkommen. Was mich jedoch am meisten gestört hat, waren die vielen Englischen Sätze, die ich meist nur halb verstanden habe und mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen haben. Ich hatte das Gefühl, dadurch nur die hälfte vom Buch mitbekommen zu haben und das ist wirklich schade, denn das Buch wurde zur Mitte hin an sich besser, bevor es zum Schluss wieder etwas schlechter wurde.
Es war wie eine Achterbahnfahrt und ich weiß nach 2 Tagen immer noch nicht wie ich das Buch nun eigentlich gefunden habe.

Michael Bijnens, Jahrgang 1990, wuchs in Antwerpen als Sohn einer Prostituierten auf. Er studierte in Brüssel Theaterwissenschaft, um dann mit ›Cinderella‹ den Roman seines Lebens zu schreiben, der in Belgien und in den Niederlanden zu einer Sensation wurde. Michael Bijnens lebt heute in Brüssel und Amsterdam.


Schreibstil 2/5
Charaktere 1/5
Spannung 3/5
Ende 3/5
Cover 3/5

Alles in allem hat mich das Buch eher verwirrt, anstatt mir ein paar schöne Lesestunden zu schaffen. Ich weiß immer noch nicht recht, wie ich es abschließend bewerten soll, deshalb lasse ich mal die goldene Mitte:

2,5 von 5 Chibis


Dieses Buch wurde mir von der Agentur Bookmark kostenlos zur verfügung gestellt, vielen Dank dafür!




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen