Mittwoch, 19. Juli 2017

Rezension | Murder Park von Jonas Winner


Murder Park von Jonas Winner | Heyne Verlag | Broschiertes Taschenbuch | Thriller | 416 Seiten | Preis 12,99 Euro | ISBN: 978-3-453-42176-9 | Erscheinungsdatum 13.06.17

Zodiac Island vor der Ostküste der USA: ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. Der Täter Jeff Bohner wird schnell gefasst, der Park aber geschlossen. Die Schreie der Opfer scheinen vergessen zu sein. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park – eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Und dann beginnen die Morde.

Ich glaube für diesen Thriller kann es gar kein besseres Cover geben als eine Negativaufnahme eines Freizeitparkes. Denn in diesem Thriller ist nicht alles so wie es scheint

Paul ist einer von 12 Personen, die für 3 Tage nach Zodiac Island reisen und wie alle anderen auch verbindet ihm etwas mit diesem alten Freizeitpark. Denn damals sind nicht nur 3 Frauen ermordet worden, eine davon war leider auch seine Mutter. Seit seiner Pubertät beschäftigt er sich seitdem mit Mördern auf seinen Blog, vorzugsweiße Serienmörder. Und genau deswegen hat er die Einladung bekommen, diese Insel nach 20 Jahren wieder zu besuchen. 
Paul war für mich ein etwas unscheinbarer Typ, man konnte schwer erkennen was sich in ihm verbirgt, obwohl man die Geschichte aus seiner Sicht gelesen hat. Trotzdem war er mir irgendwie sympathisch und ich konnte so manche Dinge, die er getan hat, sehr gut nachvollziehen. Es war sehr spannend seine Geschichte zu entdecken.

Jonas Winners Schreibstil kenne ich bereits von seiner Berlin Gothic Reihe (ich liebe sie) und er hat sich nicht viel verändert. Winner schreibt mit viel Ekelfaktor und ganz unverblümt und deswegen sind seine Bücher auch nichts für Zart besaitete. Mich wundert es deswegen auch etwas, das dieses Buch nicht im Heyne Hardcore Verlag erschien, denn da hätte es super reingepasst. Die Geschichte ist sehr spannend gestaltet und man weiß bis zum Schluss nicht wirklich was genau gespielt wird. Es ist ein teils verwirrendes Konstrukt, durch das sich der Leser arbeiten muss und genau das liebe ich an solchen Thrillern. Dennoch hätte ich mir etwas mehr Präsenz der Insel gewünscht, ich hätte es gut gefunden, wenn die Protagonisten auch ein wenig dort geforscht hätten und die Insel erkundet hätten. Bis auf diesen kleinen Makel war das Buch aber mal wieder perfekt geschrieben.

Jonas Winner wurde in Berlin geboren, wuchs in Rom und den USA auf, arbeitete auf dem Bau, am Fließband und als Nachtportier, studierte und schloss mit einer Promotion über Spieltheorie ab. Er drehte Reportagen fürs Fernsehen und schrieb Drehbücher für ARD, ZDF, Sat.1 und RTL. 


Schreibstil 5/5
Charaktere 4/5
Spannung 5/5
Ende 5/5
Cover 4/5

Ein Buch für jeden Thrillerfan, der mal etwas mehr möchte, als nur das übliche.

4 von 5 Chibis










 


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