Samstag, 22. Juli 2017

Rezension | Der englische Botaniker von Nicole C. Vosseler

Der englische Botaniker von Nicole C. Vosseler | Harper Collins Verlag | Hardcover | Roman | 500 Seiten | Preis 22,00 Euro | ISBN: 978-3-95967-103-3 | Erscheinungsdatum 08.05.17

London, 1843: Sie nannten ihn das „Grüne Gold" – Tee. Und Robert Fortune, der englische Botaniker, soll ihn für die Horticultural Society aus China in die westliche Welt bringen. Während zu Hause Frau und Sohn auf ihn warten, begibt sich der verschlossene Wissenschaftler auf eine gefährliche Reise ins Reich der Mitte. Doch durch die Bekanntschaft mit dem Schwertmädchen Lian nimmt die Expedition eine verstörend sinnliche Wendung. Die in Kampfkunst geschulte ebenso mutige wie fragile Rebellin lehrt ihn nicht nur Pflanzen und Tee zu kategorisieren. Sie öffnet auch den Weg zu seinem Herzen.

Ich finde das Cover einfach super gemacht, auch wenn die Farben doch etwas zu blass wirken, meiner Meinung nach. Trotzdem ist es ausdrucksstark und macht im Bücherregal was her.


Robert Fortune ist ein Botaniker der komplett für seine Arbeit lebt und darin aufgeht. Man merkt direkt auf den ersten Seiten, wie sehr er die Pflanzen liebt und wie geschickt er darin ist sie zu Katalogisieren. Genau das hat ihn unglaublich sympathisch gemacht, auch wenn er so ein bisschen den Sinn zur Realität verloren hat, während er sich mit den fremden Pflanzen des asiatischen Kontinents befasst hat. 
Seine Frau ist derzeit alleine mit 2 Kindern zu Hause und wartet darauf, das die Reise ihres Mannes bald vorbei ist und sie sich irgendwann ein größeres Heim leisten können. Sie liebt ihren Mann wirklich sehr und denkt voller liebe an ihn.

Der Schreibstil des Buches ist einmalig. Die Art wie diese Geschichte geschrieben wurde lässt den Leser aufatmen und man fühlt sich sofort in die Vergangenheit gezogen. Ich fand es toll das von vielen Pflanzen der lateinische Begriff genannt wurde und auch ein paar Pflanzen von Fortune in Größe und Form erklärt wurden, sodass man sich das ganze sehr gut vorstellen konnte. Der Schreibstil war allgemein sehr Bildhaft und es fühlte sich an als wäre man live dabei. Es war aber auch ein sehr ruhiger Schreibstil, der zur Gemütlichkeit eingeladen hat und bei dem ich mich super entspannen konnte. Hier ein ganz großes Lob an die Autorin.

Nicole C. Vosseler wurde 1972 in Villingen-Schwenningen geboren und studierte nach dem Abitur Literaturwissenschaft und Psychologie in Tübingen und in Konstanz, wo sie heute – mit Blick auf den Bodensee – lebt. Mit ihrem Bestseller „Sterne über Sansibar“ gilt sie als Mitbegründerin des Love and Landscape-Genres und ist darüber hinaus erfolgreiche Autorin von Jugendbüchern. Ihre Bücher wurden bereits in acht Sprachen übersetzt.
Vosseler, die selbst einmal im Jahr eine Fernreise unternimmt und sich dabei gern als „Food-Ethnologin“ unter Beweis stellt, hat mit „Der englische Botaniker“ wieder eine neue Gattung definiert: den magisch-sinnlichen Abenteuerroman.


Schreibstil 5/5
Charaktere 5/5
Spannung 2/5
Ende 4/5
Cover 4/5

Ein tolles Buch, das den Leser auf Urlaub schickt. Ich habe mich beim Lesen sehr wohl gefühlt und wünschte das Buch hätte noch mehr Seiten gehabt.

5 von 5 Chibis







1 Kommentar:

  1. Huhu!

    Ich lese das Buch gerade und bin so ca. bei der Hälfte - ich finde den Schreibstil auch extrem genial und könnte total darin versinken ♥ Spannung nur 2/5? Ich finde es schon fesselnd auch wenn jetzt keine typischen Spannungsmomente drin sind, aber das meinst du wahrscheinlich ;)
    Ich bin schon sehr gespannt wie es weitergeht!

    Liebste Grüße, Aleshanee

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