Dienstag, 6. Juni 2017

Rezension | Amnesia von Jutta Maria Herrmann

Amnesia von Jutta Maria Herrmann | Knaur Verlag | Taschenbuch | Thriller | 304 Seiten | Preis 9,99 Euro | ISBN: 978-3-426-51997-4 | Erscheinungsdatum 01.06.2017

Du hast nichts zu verlieren.
Du hast eine mörderische Wut.
Und du kannst dich an nichts erinnern …
Als die Berlinerin Helen die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, ist es ihr einziger Wunsch, sich vor ihrem Tod endlich mit ihrer Mutter auszusöhnen, zu der sie ein schwieriges und distanziertes Verhältnis hat. Bei ihrer Familie in der südwestdeutschen Heimat angekommen, muss sie dann schockiert erfahren, dass ihre schwangere Schwester Kristin von ihrem Ehemann Leon misshandelt wird. Am liebsten würde Helen Leon dafür umbringen, zu verlieren hat sie ja nichts mehr. Aber einen Menschen töten? Helen glaubt nicht, dass sie dazu wirklich fähig ist.
Am nächsten Morgen allerdings ist Leon tot – und Helen, die Medikamente mit schwersten Nebenwirkungen nimmt, hat keinerlei Erinnerung an die vergangene Nacht. Amnesie …
Die deutsche Spannungs-Autorin Jutta Maria Herrmann legt endlich nach und blickt mit ihrem düsteren und psychologisch tiefgründigen Thriller in die menschlichen Abgründe. Ein Psycho-Thriller der Extraklasse!

Das Cover gefällt mir sehr gut, vor allem weil das Taschenbuch sich anfühlt als würde man etwas rostiges in der Hand halten. Die Buchstaben auf dem Buchrücken sind erhaben, was ich super gemacht finde. Es passt unglaublich gut zum Buch und ist ein kleines Highlight fürs Bücherregal.

Helen ist Krebskrank, leider ist dieser auch unheilbar und sie weiß das sie nur noch 1 Jahr zu Leben hat. Als ihr Freund Sven sie verlässt, weil er das alles nicht mehr aushält fährt sie kurzerhand zu ihrer Familie um ihnen von allem zu erzählen. Doch es kommt ganz anders...
Helen ist für mich eine Frau, die schon sehr viel mitgemacht hat. Sie hat die Chemo ertragen und wird dann auch noch von ihrem Freund verlassen, den sie Heiraten wollte. Wie schrecklich ist das denn bitte? Ich fand es unfassbar traurig das auch Helens Familie nicht gerade der Hit ist und sie trotzdem irgendwie alleine dasteht. Trotzdem versucht sie das beste daraus zu machen.

Direkt zu Anfang des Buches wird es sehr traurig, was einen aber auf dieses Buch gut einstimmt. Man bekommt direkt einen Bezug zur Protagonistin und kann ihr Handeln auch irgendwie nachvollziehen. Die Aufmachung des Buches war sehr spannend und gerade am Ende konnte ich das Buch nur schwer weglegen, weil ich unbedingt wissen wollte wie das ganze ausgeht. Leider war ich mit dem Ende nicht so zufrieden, das war aber auch alles was mich etwas an dem Buch gestört hat. Sonst war es ein unglaublich spannender, atemraubender und interessanter Thriller, der nicht nur die Protagonistin, sondern auch den Leser des öfteren von den Füßen zieht. 

Jutta Maria Herrmann ist gebürtige Saarländerin, gelernte Buchhändlerin, studierte Germanistin. Sie hat Rockkonzerte veranstaltet, Synchrondrehbücher geschrieben und arbeitet zurzeit für eine Tageszeitung. Ihre Kurzgeschichten wurden in verschiedenen Anthologien veröffentlicht. Beim MDR-Literaturwettbewerb 2010 kam ihr Beitrag in die Liste der Top 25. Seit 2003 lebt sie mit ihrem Mann, dem Autor Thomas Nommensen, im Berliner Speckgürtel im brandenburgischen Panketal. Sie ist Mitglied im Syndikat.


Schreibstil 5/5
Charaktere 4/5
Spannung 5/5
Ende 2/5
Cover 5/5

Ein spannender Thriller, der mich gefesselt hat. Ich kann ihn für alle Thrillerfans empfehlen :)

4 von 5 Chibis









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