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Dienstag, 27. Juni 2017

Rezension | Die Schicksalsknüpferin - Das blaue Amulett von Marlene von Hagen

Die Schicksalsknüpferin - Das blaue Amulett von Marlene von Hagen | Selfpublisher | Ebook | Fantasy | 739 Seiten | Preis 3,99 Euro | ASIN: B01N2OBVDD

Eine erfahrene Kriegerin.
Ein unbedarfter Schreinerbursche.
Ein Mädchen, das Stimmen hört.

Die Schicksalsknüpferin zieht die Fäden enger zusammen und verknotet sie zu einem neuen Gebilde, denn die Blinde Sehende darf niemals an das Blaue Amulett gelangen. Ein Krieg steht bevor, sie kann es deutlich spüren. Alleine schafft die Schicksalsknüpferin es nicht, die Blinde Sehende aufzuhalten. Sie braucht die Hilfe von einfachen Geschöpfen, um dem entgegenzuwirken, was ihnen allen bevorsteht. Niemand sieht, welche Gefahr der Welt droht. Nur sie alleine vermag es. Denn sie ist die letzte Schicksalsknüpferin. Alle Last liegt auf ihr und den drei Fäden, die sie zu einem dichten Spinnennetz formt.


Das Cover ist einfach nur wunderschön und hat mich direkt angesprochen. Ich finde es schön das man das blaue Amulett darauf sieht, das sozusagen die Hauptrolle im Buch spielt.

Tavion ist ein junger Mann, der in einem kleinen Dorf wohnt. Zusammen mit seiner Familie wohnt er ziemlich ärmlich und arbeitet in der Schreinerei seines Vaters. Als er eines Tages vom blauen Amulett hört, das alle Krankheiten heilt, macht er sich auf die Reise um dieses für den Bruder seiner Verlobten zu finden. Ich mag Tavion sehr, er ist sehr mutig und hat ganz schön was auf dem Kasten, auch wenn er sich selbst nicht so stark sieht hat er eine Willenskraft, die nur wenige Protagonisten haben. Er Opfert sich für dieses Amulett auf und möchte es nichtmal für sich selbst haben. Das macht aus ihm einen wunderbaren Charakter, den man während des Buches lieben lernt.

Finnar ist eine Kriegerin. Anfangs ist sie sehr eigenbrötlerisch und kommt auch egoistisch rüber. Doch sie hat es nicht anders gelernt, denn sie entstammt dem Geschlecht der Krieger und ist allezeit bereit gegen das Böse zu kämpfen und Dinge wie Freunde wären ihr da eher im Weg. Trotzdem freundet sie sich mit den beiden anderen Protagonisten an und man merkt auch nach einiger Zeit, das sie sich auch nach so etwas gesehnt hat. Sie war mir von allen Charakteren die liebste. 

Brunja ist eine Bogenschützin aus einem Waldvolk. Sie hört Stimmen, die ihr den Weg weißen und so trifft sie auf die beiden anderen. Sie ist freundlich und sehr liebenswert. Ich mochte sie, auch weil sie offenherzig war. Man hatte immer das Gefühl man liest über seine beste Freundin und könnte ihr alle Geheimnisse anvertrauen.

Der Schreibstil war sehr flüssig und die Geschichte war super Ausgearbeitet. Es gab ein paar tolle Ideen, die das Buch besonders gemacht haben. Zum Beispiel gab es in diesem Buch eine ganz besondere Währung, nämlich Sand. Das ganze konnte ich mir Anfangs garnicht vorstellen, aber irgendwann hatte man sich daran gewöhnt und auch das man damit mehr machen kann, als nur Dinge zu bezahlen. Die Geschichte war oft sehr brutal beschrieben, sehr blutig und manchmal hab ich mich sogar ein bisschen geekelt. Aber es hat gut gepasst und war einfach stimmig.
Was mir etwas gefehlt hat war eine Karte, ich hätte sie mir sehr im Buch gewünscht und habe leider erst viel zu Spät gesehen das auf der Autorenhomepage eine zu finden ist. 
Alles in allem war es eine wunderbare Geschichte, die mir unglaublich Spaß gemacht hat und auf dessen Fortsetzung ich mich unglaublich freue. 

In Wien geboren und aufgewachsen, begann ich schon in meiner Kindheit andere mit meinen Geschichten zu begeistern. Damals noch als Erzählerin in kleinen oder größeren Runden, heute in Form von Romanen und Kurzgeschichten. In der Zwischenzeit ist viel passiert.
Nebst einschlägiger Literatur zum Thema "Schreiben", besuchte ich in den vergangenen Jahren mehrere Schreibseminare und Literaturkurse, bei denen das praktische Üben und der Austausch mit anderen (Hobby)Autoren im Fokus stand.


Schreibstil 5/5
Charaktere 5/5
Spannung 5/5 
Ende 4/5
Cover 5/5

Einer der besten High Fantasy Romane, die ich dieses Jahr gelesen habe. Ich will mehr davon!

5 von 5 Chibis









Rezension | Die Ewigen - Erinnerungen an die Unsterblichkeit von Chriz Wagner

Die Ewigen - Erinnerungen an die Unsterblichkeit von Chriz Wagner | acabus Verlag | Taschenbuch | Fantasy | 320 Seiten | Preis 15,00 Euro | ISBN: 978-3-86282-459-5 | Erscheinungsdatum 13.02.17

Aus den Memoiren der Unsterblichkeit
Thyri und Simon sind unsterblich. Auf ihrer Reise durch die Jahrtausende verloren sie sich aus den Augen. Ihre Geschichten führen uns vorbei an mystischen Orten und magischen Begebenheiten auf der Suche nach dem Grund für ihr ewiges Leben.
Dieser Sammelband enthält fünf Erzählungen aus den Memoiren der EWIGEN.
In „Die Gärten von Rom“ erzählt Simon, weshalb im Jahr 11 n. Chr. Roms Grünanlagen von Kindern nicht mehr betreten werden durften.
„Der Bruderpakt“ wird den Brüdern Renz zum Verhängnis. Und die grausame Beichte dahinter kreuzt im Jahr 1891 Simons Lebensweg.
„Die Zeichen der Schuld“ und der Kampf um Gut und Böse führen den Leser zurück zu den biblischen Anfängen der Menschheit.
Thyri berichtet in „Von sterbenden Engeln“, wie sich im Jahr 1645 die dunklen Schatten des Mittelalters um Schrattenthal zusammenzogen.
Und was geschah, als 1933 der Codex Sinaiticus, die älteste Bibelübersetzung der Welt, seinen Weg in die London Museum Library fand, erzählt Thyri in „Das Gedächtnis der Welt“.

Ich finde das Cover hat etwas sehr düsteres, was aber auch gut zu der Geschichte bzw. den Geschichten passt. Die zwei Hände die eine Kugel halten, in der ein Mensch zu sehen ist, erinnert mich irgendwie an eine Schneekugel.

Simon lernen wir zuerst kennen. Er ist ein gewissenhafter junger Mann und war mir sehr sympathisch. Die Geschichten in denen wir ihn begleiten waren sehr interessant. So gab es z.b. in der ersten Geschichte einen Gaukler, bei dem er herausgefunden hat das dieser ein Betrüger ist. 36 Jahre danach trifft er erneut auf ihn und was dann passiert fand ich wirklich erstaunlich. 
Auch Thyri bekommt eigene Geschichten, die z.b. von den Biblischen Anfängen erzählen, was sehr interessant war. Ich dachte übrigens erst das Thyri ein Mann ist, da mir der Name im Klappentext nicht bekannt vorkam und ich ihn als männlich eingestuft habe, aber als ich die Geschichte las, wusste ich das es sich hierbei um eine Frau handelt. Sie ist eine selbstbewusste "junge" Frau, die einen tollen Charakter besitzt.

Der Schreibstil war flüssig und interessant. Die 5 Geschichten sind in sich abgeschlossen und ich hatte mir das ganze auf 5 Tage aufgeteilt, also jeden Tag eine Geschichte. Ich hätte nicht erwartet das die Geschichten teilweiße schon sehr gruselig sind, aber es hat mir sehr gut gefallen. Am liebsten mochte ich übrigens die erste Geschichte im Sammelband. Die Charaktere im Buch sind schön ausgearbeitet und die Geschichten sehr spannend geschrieben. Ich habe mich schon immer auf den nächsten Tag und die nächste Geschichte gefreut. Leider weiß ich aktuell nicht, ob es hier noch mehr Geschichten davon gibt, aber ich würde mir noch viel mehr davon wünschen, da sie mir echt gut gefallen haben. Die Reisen in die verschiedensten Vergangenheiten waren etwas ganz besonderes.

Mystery ist sein Genre. Er liebt unfassbare Geschichten mit einem Hauch Unerklärlichem. Vielleicht fing er aus diesem Grund mit 33 Jahren an, selbst solche Texte zu verfassen.
Zur Zeit arbeitet er an der erfolgreichen Serie DIE EWIGEN mit phantastischen Erzählungen über Mystery, Horror und einen Hauch Liebe vor den Kulissen der Weltgeschichte.
Brandneu: DIE EWIGEN erstmals in einem gedruckten Sammelband mit dem Titel »Erinnerungen an die Unsterblichkeit«. Und jetzt geht es Schlag auf Schlag weiter mit neuen Folgen über die Unsterblichen Thyri und Simon ...
2011 erschien sein erster Roman »Social Network. Die Bibliothek des Schicksals«. »Sie behaupten also, Sie wissen, welchen Schmetterling Sie gegen die Wand klatschen müssen, damit im Karibischen Meer kein Hurrikan entsteht?« Wer sich traut, kommt beim Lesen dieses Buches seinem Schicksal einen gehörigen Schritt näher.
Was er besonders gerne mag: Robert Asprin, Terry Pratchett, Michael Ende, Stephen King, die Klippenland-Chroniken, die Beatles, Spirou und Fantasio, Maniac Manison und Monkey Island, das Meer, Corralejo, Schnitzel mit Pommes, butterweiche Bleistifte und seine verstaubte Westerngitarre.
Hauptberuflich arbeitet Chriz Wagner als Softwareentwickler. Er lebt mit seinen vier bezaubernden Mädchen - Ehefrau, Tochter, Tochter, Hund - in der Nähe von München.
Sein Motto: »Schreiben ist lügen mit Erlaubnis.«
Und während du diese Zeilen liest, ist die nächste Lüge schon in Arbeit …


Schreibstil 5/5
Charaktere 5/5
Spannung 4/5
Ende 4/5
Cover 4/5

Ein toller Sammelband mit 5 Geschichten die sowohl gruselig sind, aber auch Liebe und Fantasy beinhalten. Eine tolle Zusammensetzung von der ich gerne mehr hätte.

5 von 5 Chibis










Mittwoch, 21. Juni 2017

Rezension | Hallo Leben hörst du mich? von Jack Cheng

Hallo Leben hörst du mich? von Jack Cheng | cbt Verlag | Hardcover | Jugendbuch | 384 Seiten | Preis 14,99 Euro | ISBN: 978-3-570-16456-3 | Erscheinungsdatum 06.03.17 | Altersempfehlung 11-15 Jahre

Was würdest du tun, wenn du allein mit deiner Mom lebst, die manchmal ihre “ruhigen Tage” hat, und du planst, deinen iPod mit einer selbstgebauten Rakete ins All zu schießen, um den Außerirdischen das menschliche Leben auf der Erde zu erklären?

Ganz einfach: Der 11-jährige Alex wagt gemeinsam mit seinem Hund Carl Sagan die große Reise quer durchs Land zu einer Convention von Raketen-Nerds. Dabei lernt er nicht nur die unterschiedlichsten Menschen kennen, sondern erfährt auch eine Menge über Freundschaft, Familie, Liebe und all die anderen Dinge, die das Leben als Mensch so lustig, traurig, wunderschön und überraschend machen. Und zum Schluss ist Alex´ Welt um viele kostbare Freundschaften und sogar eine Schwester reicher.

Das Cover passt sehr gut zu diesem Jugendbuch. Man sieht um was es in dem Buch geht, nämlich einen Jungen mit seinem Hund, der eine Rakete ins Weltall schießt. Ich mag die blaue Farbe des Buches sehr gerne und finde das ganze macht Lust aufs lesen.

Alex ist 11 Jahre alt. Er ist ein großer Fan von Raketen und Aliens. Leider ist er auch ein sehr vernachlässigter Junge, denn er erzählt das seine Mutter die meiste Zeit am Sofa liegt und im Fernsehen irgendwelche Shows ansieht. Inzwischen muss er das Essen kochen und sich um den Haushalt kümmern, was ich wirklich fürchterlich finde. 
Alex schließt man sofort in sein Herz, er ist ein liebenswürdiger kleiner Junge, der sehr verantwortungsbewusst ist für sein Alter. So kommt er auch dazu das er allein im Zug zum Raketenfestival fährt, obwohl er das eigentlich noch garnicht ohne Erwachsenen dürfte. 

Der Schreibstil des Buches war am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig, da es sich um Aufnahmen handelt die Alex für die Aliens macht. Aber nach ein paar Kapiteln bin ich damit gut klar gekommen und es hat mich nicht gestört. Die Geschichte ist sehr liebevoll gestaltet, es geht nicht nur um dieses Festival sondern auch um Freundschaft, Familie und Liebe, was ich unfassbar schön fand. Manchmal freut man sich so sehr für Alex das man am liebsten das Buch einfach umarmen möchte. Es ist sehr bewegend geschrieben und man hofft die ganze Zeit das die Geschichte gut für Alex ausgeht. Auch die Freunde die er während der Geschichte kennen lernt sind nette Menschen, die das Buch nicht zu einseitig erscheinen lassen.

Jack Cheng wurde in Shanghai geboren und ist in Michigan aufgewachsen. Er lebte neun Jahre in New York, wo er als Werbetexter gearbeitet hat und Mitbegründer einer interaktiven Design-Agentur war. 2014 hat er Brooklyn verlassen und verbrachte einen Winter in Südafrika. Seitdem war er eigentlich mehr oder weniger immer unterwegs. Zurzeit lebt er in Detroit. Nach seinem Belletristikroman These Days ist Hallo Leben, hörst du mich? sein erstes Buch für jüngere Leser.


Schreibstil 4/5
Charaktere 5/5
Spannung 4/5
Ende 4/5
Cover 5/5

Ein tolles Buch, das dem Leser ganz viel zu geben hat. Mir hat es viel Freude bereitet das Buch zu lesen und ich kann es wärmstens weiterempfehlen.

4 von 5 Chibis











Dienstag, 20. Juni 2017

Rezension | Meeresweltensaga 2 - Mittem im Herzen des Pazifiks von Valentina Fast

Meeresweltensaga 2 - Mittem im Herzen des Pazifiks von Valentina Fast | Im.press Verlag | Ebbok | Fanasybuch | 358 Seiten | Preis 3,99 Euro | ISBN: 9783646603019 | Erscheinungsdatum: 04.05.17 | Reihe Band 2 von 5

Schimmernde Schlösser und perlmuttfarbene Schuppen. Obwohl Adella in ihrem neuen Leben als Meerjungfrau ein unfassbar schönes Königreich unter Wasser entdeckt, sehnt sie sich immer noch danach, zu ihrer Familie zurückzukehren und wieder ein Mensch zu werden. Das Wesen, das ihr dabei behilflich sein könnte, scheint jedoch der König des Pazifikmeeres zu sein und der Weg zu ihm ist voller Gefahren. Adellas einzige Möglichkeit, unbeschadet dorthin zu gelangen, sind die Meermänner Nobilis und Marus, auch wenn sie immer noch nicht weiß, ob sie ihnen vertrauen kann. Dass zudem einer der beiden ganz besondere Gefühle in ihr weckt, macht es nicht unbedingt leichter ...

Ich finde das Cover wunderschön, es macht mir irgendwie total Lust auf Urlaub am Meer :D Die Meerjungfrau am Meeresgrund ist wirklich schön geworden und auch die Lichtspiele die man am Boden sieht sind wunderschön. 

Die Protagonisten sind die gleichen wie in Band 1.
Adella ist immer noch eine Merida und macht sich auf den Weg zum König des Pazifikmeeres. Dieser kann anscheinend Magie beherrschen und sollte sie in einen Menschen zurück verwandeln können. Zusammen mit den beiden Brüdern Nobilis und Marus macht sie sich auf die lange Reise. 
Auch neue Protagonisten kommen hinzu wie zum Beispiel Elea, sie ist eine sehr aufbrausende Person, wird schnell wütend, aber ist auch liebenswert. Sie ist eine Piratentochter und ich mochte sie sehr gerne. Ich fand es toll das Adella nun auch eine neue Freundin hinzugewinnt und nicht mehr alleine als Frau unterwegs ist.

Der Schreibstil gefällt mir gut. Er macht total Lust auf Meer (und mehr) und ist Spannend geschrieben. Diesmal sehen wir ein paar Kapitel auch aus Marus Sicht, was mir gut gefallen hat, denn so kommt man mal in den Kopf eines anderen Unterwasserbewohners und kann die Sicht auf Adella sehen. Auch die Ideen die in diesem Buch vorkommen finde ich klasse, so haben wir zum Beispiel Unterwasserpiraten oder eine tiefe Schlucht mit einem Kraken, der echt unheimlich war. Aber auch neue, feindliche Nixen kommen zum Zuge. Außerdem erfahren wir ein wenig mehr über den mysteriösen Jack, der mir immer ein Geheimnis war und bei dem ich noch nicht weiß ob er gut oder böse ist.

Valentina Fast wurde 1989 geboren und lebt heute im schönen Münsterland. Beruflich dreht sich bei ihr alles um Zahlen, weshalb sie sich in ihrer Freizeit zum Ausgleich dem Schreiben widmet. Ihre Leidenschaft dafür begann mit den Gruselgeschichten in einer Teenie-Zeitschrift und verrückten Ideen, die erst Ruhe gaben, wenn sie diese aufschrieb. Ihr Debüt, die »Royal«-Reihe, wurde innerhalb weniger Wochen zum E-Book-Bestseller.


Schreibstil 5/5
Charaktere 5/5
Spannung 5/5
Ende 4/5
Cover 5/5

Ein toller zweiter Band, bei dem man bereits Lust auf den dritten bekommt. Ich liebe diese Unterwasserwelt und ihre Bewohner und bin gespannt was Adella noch alles erleben wird.

5 von 5 Chibis










Montag, 19. Juni 2017

Buchvorstellung | Eine Prise Heimat - das Fusions-Kochbuch

Eine Prise Heimat - das Fusions-Kochbuch | Riva Verlag | Hardcover | Kochbuch | 200 Seiten | Preis 29,95 Euro | ISBN: 978-3-86883-606-6 | Erscheinungsdatum: 19.09.16

Was bedeutet Koch -und Esskultur für Michael Kempf, Ralf Zacherl, Mario Kotaska oder Sarah Wiener? Welche Gerüche und Geschmäcker verbinden Menschen, die in Deutschland ein neues Zuhause suchen, mit dem Thema Heimat?
Gemeinsam begeben wir uns auf eine kulinarische Entdeckungsreise, bei der sich Tradition, Kultur und Geschmäcker neu erfinden und miteinander fusionieren.
Das Ergebnis: Ein Kochbuch mit neuartigen Rezepten und die Dokumentation eines spannenden Dialogs mehrerer Kulturen.

Alle Rezepte aus diesem Buch entstanden während interkulturellen Kochbegegnungen zwischen professionellen Spitzenköchen und Geflüchteten, die nach Deutschland gekommen sind, um hier ein neues Zuhause zu finden. Regionale Zutaten wie auch Zutaten ferner Länder tragen in einer besonderen Mischung zu der Einzigartigkeit der Gerichte bei. Diese Geschmacks-Fusionen sowie ganz persönliche Erfahrungen der Kochenden aus beiden Kulturen werden so in einem Buch zusammengetragen.


Da ich so ziemlich alle Landesküchen gerne mag und die Idee zu diesem Kochbuch einfach genial fand, musste ich dieses Kochbuch einfach in meiner Sammlung haben. 

Das Kochbuch ist anders als jedes Kochbuch das ich bisher zu Hause habe. Es handelt sich hier nämlich immer um 2 Menschen, aus ganz verschiedener Herkunft die zusammen ein Menü kochen - das bedeutet Vorspeise, Hauptspeise und Nachtisch.
Das ganze ist so unterschiedlich und so exotisch, das man es garnicht glauben kann. Ich bin richtig glücklich mal ein Kochbuch zu besitzen das nicht nur um eine Landesküche geht sondern um viele verschiedene. 
Man muss sich auch nicht zwingend an ganze Menüs halten, denn es kann immer sein das einem etwas nicht schmeckt, aber das macht ja nichts. Ich muss zugeben ich hab das meiste auch Einzeln gekocht, aber alle Gerichte, die ich bisher aus diesem Buch ausprobiert habe (aktuell sind es 8) waren wirklich sehr lecker und konnten auch meinen Mann überzeugen.

Das einzige Manko hier ist vielleicht das man nach manchen Zutaten suchen muss, aber größere Lebensmittelgeschäfte haben ja mittlerweile auch ein umfangreiches Angebot an vielen Nationalitäten, sodass man nur sehr wenig davon nur im Internet bekommt. Ich habe bisher alle Zutaten bekommen die ich brauchte, ich musste zwar etwas suchen, aber ich hatte zum Schluss alles. 
Kleiner Tipp: schaut einfach mal beim Türken um die Ecke vorbei, die haben wunderbare Supermärkte in denen man auch ganz viele andere Sachen bekommt, als nur die Zutaten für fernöstliche Gerichte.

Was mir ebenfalls noch gut gefällt das immer 2 Personen ein Menü kreiert haben, diese stellen sich dann am Anfang erst vor und man lernt sie quasi kennen, was ich eine tolle Idee finde. Außerdem ist das Buch in Deutsch und Englisch geschrieben, was ich so auch noch nicht kannte, aber großartig finde.

Natürlich bekommt ihr auch in dieser Rezension wieder ein Rezept. Ich hab mir hier einen leckeren Nachtisch ausgesucht, den ich nun schon öfter gemacht habe und der bei der ganzen Familie gut ankam:

Harissa Küchlein mit Zitrusnote

Zutaten:

Für die Küchlein:
250 ml Wasser
200 g Zucker
500 Hartweizengries
180 g Margarine 
3 EL Naturjoghurt
1 Pk Backpulver
1 Pk Vanillezucker
1 TL Natron
1 Handvoll Cashewkerne

Zum Anrichten:
20 g Zucker
1 TL Rosenwasser
50 ml Wasser
250 ml Sahne
1 Zitrone
1 Orange

Zubereitung:

Zuerst das Wasser und den Zucker zum Kochen bringen, die Margarine hinzugeben und schmelzen lassen. Mit den restlichen Zutaten (bis auf die Cashewkerne) zu einer homogenen Masse verrühren und auf einem Backblech verteilen.
Den Grießmix für ca. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Danach mit etwas Margarine bepinseln, die Cashewkerne darauf verteilen und für ca. 25 Minuten bei 180° C (Unterhitze) backen. 
Wenn sich der Rand langsam rötlich färbt, den Kuchen nochmals für 5 Minuten bei 180° C Oberhitze backen. 

Zum Anrichten: 
Die Orangen- und Zitronenschale fein abreiben, dann die Orange und die Zitrone auspressen. Die Sahne steif schlagen.
Den Zucker zusammen mit dem Rosenwasser, dem Wasser sowie mit dem frisch gepressten Zitronen- und Orangensaft kurz aufkochen lassen und über den Kuchen träufeln, sodass sich dieser vollsaugt.
Den Kuchen in kleine Küchlein scheiden und mit der Sahne und etwas Orangen. und Zitronenzeste dekorieren.



Ein tolles Kochbuch, das ich sehr gerne zur Hand nehme. Ich freue mich schon auf die restlichen Gerichte, die ich noch nicht ausprobiert habe.

5 von 5 Chibis






Sonntag, 18. Juni 2017

Rezension | Niemand mehr von Nicole Rensmann

Niemand mehr von Nicole Rensmann | Fabylon Verlag | Broschiertes Taschenbuch | Fantasy | 352 Seiten | Preis 16,90 Euro | ISBN: 978-3-927071-97-1 | Erscheinungsdatum 29.07.16 | Reihe Teil 2 von 2

Die Magie verloren, die Nacht zerstört. Die Guten verschollen, das Böse verstört. 
Zehn Jahre später. Das Niemandsland ist abgebrannt, die Nacht verschwunden. Die Bösen haben die meisten Bewohner eingesperrt, versklavt oder getötet. Nur Wenige haben ein Versteck gefunden. Nina, einst als Retterin gefeiert, wird verleumdet. Niemand ist verschwunden. Alle Hoffnung scheint verloren.
Doch Nina kehrt zurück. Gemeinsam mit dem vergesslichen Galgenfrauchen, dem einzigen seiner Art, einem Klingelmäuschen ohne Nase und einer übernervösen Knalltüte sucht sie nach den letzten Überlebenden – und nach Niemand, der seinen Namen verloren hat und damit sich selbst.

Das Cover des zweiten Teils gefällt mir besser, als das vom ersten. Ich weiß nicht genau woran es liegt, vielleicht am bunten Regenschirm? Jedenfalls hat es eher meine Aufmerksamkeit erregt als Band 1. Ich finde das Cover ist ein richtiger Hingucker.

Nina kennen wir bereits aus dem ersten Band. Sie ist 10 Jahre älter (also 24) aber benimmt sich eher wie eine Jugendlicher, sie ist meiner Meinung nicht sehr viel reifer geworden und manchmal konnte ich ihre Handlunge nicht ganz verstehen. Trotzdem mag ich sie immer noch sehr gerne. Sie ist eine tolle Protagonistin die gut ins Niemandsland passt und auch irgendwie Hoffnung mitbringt. 
Ich hab mich sehr gefreut das sie auch in diesem Band wieder dabei ist

Der Schreibstil und die Idee zum Buch haben mir wieder sehr gut gefallen. Allerdings hatte ich ein wenig das Gefühl die Luft ist raus. Ob es daran liegt das ich beide Bücher hintereinander verschlungen habe weiß ich nicht. Es gibt wieder neue, süße Charaktere wie z.b. das Galgenfrauchen (die einzige ihrer Art) oder das Klingelmäuschen. Ich finde das ganze wirklich sehr süß gestaltet. Es muss wirklich eine ganze Menge Phantasie in der Autorin stecken, das sie so etwas tolles zaubern konnte. 

Nicole Rensmann, geboren 1970 in Remscheid, arbeitet seit 2000 als freie Schriftstellerin. Seit 2002 führt sie - unter der Redaktion von Klaus Bollhöfener - im 'Print-Magazin phantastisch!' Interviews mit international und national bekannten Autoren.


Schreibstil 5/5
Charaktere 4/5
Spannung 2/5
Ende 4/5
Cover 5/5

Ein toller zweiter Teil, der mir aber trotzdem nicht so gut gefallen hat wie der erste Band. Empfehlen kann ich die Reihe auf jeden Fall und ich freue mich schon sie irgendwann meinem Sohn vorlesen zu können.

4 von 5 Chibis