Montag, 3. April 2017

Rezension | Als das Meer uns gehörte von Barbara J. Zitwer

Als das Meer uns gehörte von Barbara J. Zitwer | Ruetten & Loening Verlag | Gebundenes Buch | Roman | 389 Seiten | Preis 19,99 Euro | ISBN: 978-3-352-00892-4 | Erscheinungsdatum 17.03.17

Um was geht es?

Nach dem Tod ihres Mannes sucht Tess Harding mit Robbie, ihrem gehörlosen Sohn, Zuflucht in Montauk, einem Dorf auf Long Island. Trotz all ihrer Bemühungen schafft sie es nicht, ihrem Kind zu helfen, den Verlust zu verkraften. Robbie gibt ihr die Schuld am Tod seines Vaters, so dass Tess fürchtet, auch ihn noch zu verlieren. Dann begegnen sie einem Meeresbiologen: Kip ist auf der Suche nach einem Wal mit einem einzigartigen Gesang. Robbie ist fasziniert von dem Tier und findet einen Weg, es im Meer aufzuspüren. Die Begegnungen mit dem Wal helfen ihm, seine Isolation zu überwinden – und Tess hat zum ersten Mal die Hoffnung auf einen Neuanfang.
Ein gehörloser Junge, eine Frau, die ihren Mann verloren hat, ein Meeresforscher – und ein Blauwal, der sie auf eine Reise über den Ozean führt.


Meine Meinung:

Ich finde dieses Cover des Buches unglaublich schön, vor allem weil eine Szene im Buch genauso stattfindet. Man sieht einen Wal mit einem Schwimmer im Meer zusammen. Das macht auf jeden Fall Lust aufs Buch und die Geschichte.

Die Protagonisten im Buch sind zum einen Robbie, ein Junge der 9 Jahre alt ist und Taub auf die Welt gekommen ist. Er kann jedoch mittels eines Hörgerätes ganz normal hören und lebt das Leben eines normalen Kindes. Man sieht nur kurz wie er lebt, als sein Vater noch am Leben ist, denn danach verändert er sich von Grund auf. Er ist wütend und fühlt sich gleichzeitig schuldig, gibt aber auch seiner Mutter die Schuld am Tod des Vaters. Ich konnte ihn einerseits gut verstehen, andererseits ging es mir irgendwann leider gewaltig auf die nerven. Immer wenn man dachte das Robbie sich erholt hat vom Tod seines Vaters, wurde er wieder so wie zu Anfang.
Auch seine Mutter ist nicht die Ideale Protagonistin. Sie hat sich durch ihren Job weniger um ihren Sohn gekümmert, was ich persönlich nicht schlimm finde, denn eine Frau darf schließlich auch mit Kind arbeiten. Doch sie hat sich nach dem Tod ihres Mannes doch sehr von Robbie herumschubsen lassen und konnte einfach nicht das Ruder in die Hand nehmen. Ich fand das sehr schade, da sie doch eigentlich zu Anfang sehr Selbstbewusst erschien.

Der Schreibstil des Buches hat mir gefallen, jedoch fehlte mir das Gefühl des Aufatmens und der Leichtigkeit des großen Meeres. Für mich kamen sehr viele bedrückende Gefühle rüber, die mich eher traurig gestimmt haben.
Das Ende des Buches finde ich persönlich viel zu schnell und abgehackt. Da hätte die Autorin sich mehr Zeit für nehmen sollen, denn es kommt auf einmal alles sehr plötzlich, was garnicht zur teilweiße langatmigen Geschichte passte.

Die Autorin:
Barbara J. Zitwer ist Absolventin der Columbia Film School, schrieb Drehbücher und arbeitete als Filmproduzentin. Sie hat eine renommierte literarische Agentur in New York, wo sie mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden lebt. Ihre Kindheit verbrachte sie zu großen Teilen an den Stränden von Montauk, und seitdem haben sie die Faszination der Wale und der Zauber des Meeres nicht mehr losgelassen.

Links:

Fazit:
Eine tolle Idee, aber leider nicht so umgesetzt wie ich es mir gewünscht hätte.

2 von 5 Chibis


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