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Freitag, 20. Mai 2016

Rezension | Leben ohne Hunger von Julie Hopfgartner




Verlag: Knaur
Seiten: 274
ISBN: 978-3-426-21585-2
Preis: Taschenbuch 12,99 Euro | Ebook 6,99 Euro












Kurzbeschreibung:
»Ich habe Angst von meinen Bedürfnissen zerstört zu werden, völlig außer Kontrolle zu geraten, wenn ich mir keine Grenzen setzen würde«, schreibt die junge Studentin Julie in ihrem Tagebuch. Gerade in eine Klinik zur Therapie eingeliefert, wird ihr bewusst, dass etwas passieren muss, damit die Anorexie nicht länger ihr Leben beherrscht – und sie dazu zwingt, Freunden und Familie gegenüber zu lügen. Wer aber ist sie wirklich? Wer kann sie, wer darf sie sein? Wann ist das eigentlich alles außer Kontrolle geraten, das mit dem Essen? Wenn sie das nur besser kontrollieren könnte …
Ein grundehrliches, authentisches Tagebuch, das den Therapieverlauf einer Anorexie-Patientin nachzeichnet und durch die Kommentare von Professor Schulte-Markwort nicht nur der Patientin, sondern auch anderen Betroffenen und ihrem Umfeld helfen kann, diese Krankheit zu verstehen. Der renommierte Kinder- und Jugendpsychiater beschäftigt sich seit Jahren mit dem Krankheitsbild der Anorexie und behandelt täglich junge Patientinnen wie Julie.

Meine Meinung:

Das Cover:
Ein sehr verstörendes, aber auch echtes Cover das zu der Geschichte passt. Man sieht einen ausgemergelten Körper in einer eher düsteren Umgebung. Genau das spiegelt die Geschichte wieder.

Die Protagonistin:
Julie ist Magersüchtig und führt ein Tagebuch in einer Klinik für Essgestörte. Sie schreibt ihre ganze Verzweiflung, aber auch die Erfolgserlebnisse auf die sie dort hat. Während des Lesens wird einem erstmal klar wie so jemand denkt, der in einer Essstörung steckt und ich konnte das ganze gut nachvollziehen. Umso mehr freut man sich dann wenn sie etwas erfreuliches schreibt.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil war als Tagebuch erfasst. Man hatte immer Wöchentliche Abschnitte zu denen ein Psychiater zu Anfangs noch sehr viele Bemerkungen geschrieben hat. Dies wird aber zu Ende hin immer weniger, bis dann gar nichts mehr kommt und man nur noch das Tagebuch hat. Das fand ich wesentlich angenehmer zu lesen, da ich fand die Anmerkungen von Dr. Schulte-Markwort waren störend im Lesefluss. Mir hätte es besser gefallen wenn diese immer erst am Ende eines Kapitels stehen würden.

Der Autor:
Julie Hopfgartner veröffentlicht ihr Tagebuch unter Pseudonym. Die junge Studentin hat ihre Aufzeichnungen zunächst ihrem behandelnden Arzt Prof. Dr. med. Michael Schulte-Markwort anvertraut und dann beschlossen, sie in dieser Form als eBook zugänglich zu machen.

Prof. Dr. med. Michael Schulte-Markwort, geboren 1956 in Osnabrück, beschäftigt sich seit Jahren mit den Auswirkungen gesellschaftlicher Entwicklungen auf Kinder. Er ist ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und am Altonaer Kinderkrankenhaus. Im Pattloch-Verlag erschienen seine Bücher „Burnout-Kids. Wie das Prinzip Leistung unsere Kinder überfordert“ und „SuperKids. Warum der Erziehungsehrgeiz unsere Familien unglücklich macht“.

Mein Fazit: 
Ein sehr interessantes Buch wenn man mal hinter die Kulissen einer Essstörung schauen möchte. Das Buch redet nichts schön sondern schildert knallhart wie es mit einer Essstörung ist.

von mir gibts 4 von 5 Chibis


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